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Schädlinge

Die Schädlingskategorie auf der-kaktus.de ist in 2 separate Gebiete unterteilt. (1)Schädlingsidentifizierung und (2) Schädlingsbekämpfung. Kakteenschädlinge sind sehr nervig und müssen, bevor man sie bekämpfen kann, genau identifiziert und bestimmt werden. Hier werden die Schädlinge beschrieben und "dargestellt"!

1. Natürliche Veränderungen an der Pflanze

Eine Verkorkung ist ein natürlicher Vorgang bei einer Kaktee, der nicht Rückgängig zumachen ist - auch wenn er nicht sehr schön aussieht. Die Verkorkung gehört vo rallem bei älteren Pflanzen schlichtweg zur Tagesordnung. Zwar ist eine Verkorkung nicht schön, sie ist jedoch nicht änderbar und auch nicht weiter schlimm für den Kaktus und führt zu keinerlei Beeinträchtigung. Das Bild zeigt die klassische Verkorkung bei Kakteen.

Geiltriebe sind sehr lange und meist junge Triebe von Kakteen, die sehr unnatürlich aussehen und sich unter anderem auch durch die hellere Farbe auszeichnen. Dieses Symptom entsteht durch Lichtmangel und kann durch gute Pflege und "Haltung" vorgebeugt werden.


2. Tierische Schädlinge an der Pflanze


Leider nicht selten, bekommen Kakteen Schädlinge wie z.B. Schmierläuse, Wurzelläuse od. auch Schildläuse und das besonders in der Winterzeit.

Spinnmilben:
Braune, sich vergrößernde Stellen die vor allem in der Nähe der neunen Triebe sind.

Schildläuse:
Muschelartige und Braune, meist relativ kleine Erhebungen auf der Pflanze.


Schmier- & Wollläuse:
Meist erkennbar an vielen kleinen weißen Flecken (Läusen) die zwischen den einzelnen Rillen der Pflanze sitzen.

Wurzelläuse:
Wie der Name schon sagt, Läuse die in der Erde sind und an der Wurzel sitzen. Diese entstehen vor allem durch zu viel Wasser (Staunässe!)

Kleine Spinnen (rot):
Diese kleinen Spinnen od. auch Milben sind sehr klein und eigentlich nur mit der Lupe zu erkennen. Die rote spinne tritt hauptsächlich bei Trockenheit und stehender Luft bzw. Zugluft auf, Hitze haben die auch sehr gern, deshalb meist ein Wohnung oder Gewächshausproblem.



Schädlingsbekämpfung

Nach erfolgreicher Identifizierung und Bestimmung des Schädlings kann er nun bekämpft werden. Wichtige Ratschläge finden Sie dazu hier.

Wie auch in der Humanmedizin ist auch bei Kakteen die Vorbeugung ein zentraler Punkt gegen jegliche Form von Schädlingen - neben zahlreichen  gehört zur Vorbeugung auch eine regelmäßige Kontrolle jeder Pflanze - denn oft kann man mit frühzeitiger Erkennung des Schädlings einen Befall von mehreren Pflanzen verhindert.

Was gehört zu einer vollständigen und guten Vorbeugung?

  1. Nach Kauf, die Pflanzen direkt Umtopfen und neue Erde verwenden - alte Töpfe mit heißem Wasser auswaschen um Bakterien zu töten. (Vorbeugung Spinnen / Läuse)
  2. Die Pflanzen immer vor Staunässe schützen und stets in einem Übertopf einpflanzen (Vorbeugung Wurzelläuse)
  3. Die Pflanze an einen geeigneten Stellplatz stellen und vor zu schnellem Wachstum schützen (Vorbeugung Geiltriebe)
  4. Die Pflanzen in regelmäßigen Abständen neu eintopfen und frische Erde verwenden
  5. Regelmäßig einen Pflanzentüv durchführe

Neben diesen 5 Einzelmaßnahmen gibt es mittlerweile auch gute Hilfsmittel die langfristig vor Schädlingen schützen bzw. die Bekämpfung erleichtern:.Folgende Produkte empfehlen wir Ihnen dazu:


Direkte Maßnahmen gegen Schädinge:

Behandlung: Wollläuse
Gegen den meist verbreiteten Kakteenschädling - die Wolllaus - gibt es nur ein geeignetes Mittel:

  • Befallen Pflanzen direkt in Quarantäne stellen damit eine Verbreitung auf weitere Pflanzen ausgeschlossen ist (Pflanze in ein anderes Zimmer stellen).
  • Die Läuse mit einer Pinzette abpflücken und die gesamte Pflanze gründlich (evtl. mit Lupe) untersuchen
  • Die Pflanze mehrfach (an folgenden Tagen) mit einer Seifenlösung bepinseln
    Lösung: Auf 1 Liter Wasser dosiert: 12 ml Spiritus und 14 ml Schmierseife.
  • Erst nach einer längeren Lauslosen Zeit, die Pflanze an Ihren alten Platz zurück stellen

Behandlung: Wurzelläuse

  • Die Kaktee austopfen
  • Die komplette Erde von den Wurzeln entfernen und die Pflanze incl. Ihrer Wurzeln abduschen mit warmem Wasser, sodass sichergestellt ist, dass sich keine Laus mehr an der Kaktee befinden kann
  • Den Topf ebenfalls sehr gründlich mit der Seifenlösung (siehe oben) auswaschen und die Pflanze in frische Erde eintopfen!
  • Den Kaktus noch kurze Zeit in Quarantäne stellen und dann wieder an den gewohnten Stellplatz zurück

Behandlung: Schildläuse

  • Die braunen Läuse einzeln abkratzen und/oder mit ölhaltigen Mitteln bekämpfen
  • Die offenen Stellen desinfizieren
  • Die Pflanze in Beobachtung halten

Behandlung von Fäulnis
Leider ist diese "Krankheit" - die meist aufgrund eines Pflegefehlers entsteht nicht so einfach in den Griff zu bekommen. Im Klartext bedeutet es, dass man die kranken Stellen abschneiden muss, nur dann hat die Pflanze eine Überlebenschance!

  • Den kranken Körper zu 100 % mit einem sauberen und desinfiziertem Messer abschneiden - es ist sehr wichtig, dass absolut keine Fäulnis übrig bleibt, da anschließen das Problem wieder ausbrechen würde!
  • Sofern der faule Teil ein Seitentrieb ist, diesen abtrennen und die Schnittwunde verschließen (heißes Messer)
  • Sofern der faule Teil ein Haupttrieb der Pflanze ist, ist es leider meist so, dass man den kleinen und gesunden Teil neu bewurzeln lassen muss (siehe Stecklingsvermehrung) und anschließend als Steckling neu einpflanzt!

Behandlung: Geiltriebe
Leider ist hier keine Behandlung möglich - sofern gewünscht besteht aber natürlich die Möglichkeit den vergeilten Trieb abzuschneiden. Vorbeugung ist das wichtige Stichwort hier.